Ein Kopfschmerztagebuch erfasst, wann der Schmerz begann, wie lange er andauerte, welche Symptome ihn begleiteten und welche Medikamente eingenommen wurden. Es ersetzt keine Diagnose, erleichtert aber das Gespräch über Muster und Therapieansprechen in der Sprechstunde.
Welche Informationen sollten Sie im Tagebuch festhalten?
- Datum, Beginn- und Endzeit; schmerzfreie Tage.
- Ort und Stärke des Schmerzes sowie begleitende Symptome wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit oder Aura.
- Name, Dosis und Uhrzeit des eingenommenen Medikaments sowie die anschließende Veränderung.
- Wie stark Arbeit, Schule oder Haushalt beeinträchtigt wurden.
- Schlaf, Mahlzeiten, Menstruationszyklus und mögliche Auslöser, die Ihnen auffallen.
Eine Tagebuchvorlage zum Kopieren
Datum: … | Beginn–Ende: … | Stärke (0–10): … | Symptome: … | Medikament / Dosis / Uhrzeit: … | Ergebnis: … | Auswirkung auf den Alltag: … | Weitere Notizen: …
Wie sollten Sie die Aufzeichnungen interpretieren?
Ein einzelnes Ereignis beweist nicht, dass ein bestimmtes Lebensmittel oder Verhalten die Attacke ausgelöst hat. Notieren Sie wiederkehrende Zusammenhänge; nutzen Sie die Aufzeichnungen nicht, um sich selbst die Schuld zu geben oder die Medikamentendosis eigenständig zu ändern. Legen Sie den Beobachtungszeitraum gemeinsam mit Ihrem Arzt fest.
Was sollten Sie zum Termin mitbringen?
Bringen Sie Ihr Tagebuch und Ihre aktuelle Medikamentenliste mit. Es ist hilfreich, die Tage mit Kopfschmerzen im Monat und die Tage, an denen Sie Schmerzmittel eingenommen haben, getrennt darzustellen. Informationen zu Alltagsgewohnheiten finden Sie im Leitfaden für das Leben mit Migräne.
Quellen und Hinweise
Dieser Inhalt dient nur der allgemeinen Information; er ersetzt keine persönliche Diagnose, Behandlungsempfehlung oder ärztliche Untersuchung. Die Anwendbarkeit der Empfehlungen aus diesen Quellen hängt von Ihrer individuellen Situation und lokalen Gepflogenheiten ab.