Diabetische Neuropathie ist eine Nervenschädigung, die als Folge von Diabetes entstehen kann. Insbesondere an den Füßen können Brennen, Kribbeln, Schmerz oder vermindertes Empfinden auftreten. Ausgedehnte Nervenschädigung und Kompression eines Nervs an einer bestimmten Stelle sind zwei unterschiedliche Zustände; sie können bei derselben Person gemeinsam vorkommen.
Wie wirkt sich Diabetes auf die Nerven aus?
Die diabetesbedingte periphere Neuropathie tritt am häufigsten an Füßen und Beinen auf; auch die Hände können betroffen sein. Im Unterschied zu einer Kompression des Nervs an einer einzelnen Stelle handelt es sich hierbei um eine ausgedehntere Schädigung. Bei einer Person mit Diabetes kann zusätzlich eine lokale Nervenkompression vorliegen, diese beiden Zustände sind jedoch nicht dieselbe Diagnose.
Schmerz und Sensibilitätsverlust müssen gemeinsam beurteilt werden
- Brennen, Stechen oder Kribbeln in den Füßen.
- Vermindertes Empfinden von Berührung, Temperatur oder Schmerz.
- Gleichgewichtsprobleme sowie unbemerkte Druckstellen oder Wunden.
Geringe Schmerzintensität bedeutet nicht, dass der Schaden gering ist. Durch die verminderte Sensibilität können ein drückender Schuh oder eine kleine Wunde unbemerkt bleiben.
Was wird bei der Untersuchung beurteilt?
Fußhaut, Sensibilität, Muskelkraft, Reflexe und Durchblutung werden gemeinsam beurteilt. Diabeteseinstellung, Medikamente und Begleiterkrankungen werden überprüft. Bei Bedarf werden weitere Ursachen einer Neuropathie wie ein Vitaminmangel oder eine Kompression eines bestimmten Nervs abgeklärt.
Behandlung und Schutz der Füße
Blutzuckermanagement, Fußpflege und Schmerzbehandlung werden gemeinsam angegangen. Regelmäßige Sichtkontrolle der Füße, geeignetes Schuhwerk und die frühzeitige Erkennung von Wunden sind wichtig. Bei einer neuen Wunde, Rötung, Schwellung oder Sekretion sollte eine medizinische Einrichtung aufgesucht werden.
Stellenwert der Nervendekompressionsoperation
Eine ausgedehnte diabetische Neuropathie erfordert für sich allein keine Nervendekompressionsoperation. Wird eine begleitende lokale Kompression wie ein Karpaltunnel- oder Tarsaltunnelsyndrom vermutet, erfolgt eine gesonderte Beurteilung. Bei der Entscheidung zur Operation werden Zustand des Nervs, Durchblutung und die Wundheilung beeinflussende Faktoren gemeinsam berücksichtigt.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Auch andere Nerven-, Durchblutungs- oder Hautprobleme können ähnliche Beschwerden verursachen; eine Beurteilung ist erforderlich.
Eine solche Verallgemeinerung ist nicht möglich. Ausgedehnte diabetesbedingte Nervenschädigung und eine zusätzliche lokale Kompression werden gesondert beurteilt.
Quellen und Hinweise
Dieser Inhalt dient nur der allgemeinen Information; er ersetzt keine persönliche Diagnose, Behandlungsempfehlung oder ärztliche Untersuchung. Die Anwendbarkeit der Empfehlungen aus diesen Quellen hängt von Ihrer individuellen Situation und lokalen Gepflogenheiten ab.